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Jun 27 2007

Gran Canaria – die Insel der unbegrenzten Möglichkeiten

Autorin und Fotografin: Elischeba Wilde
Die Reportage ist im SeaStar Magazin erschienen.
Von Juni 2007

Ein gemäßigtes Klima das ganze Jahr hindurch, eine moderne Infrastruktur und interessante Wracktauchgänge sowie tolle Fischschwärme – das sind längst nicht alle Vorzüge der abwechslungsreichen Insel. Neben diesen Attributen wird für den gestressten Urlauber durch die Thalassotherapie eine Alternative zum konventionellen Tourismus geboten. Doch der imposante Landschaftskontrast und die Vielfältigkeit ist ihr größter Reichtum.

Circa 750.000 Menschen leben auf der Insel vulkanischen Ursprungs. Als drittgrößte der Kanarischen Inseln ist Gran Canaria knapp 200 Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt. Die Vielfalt des Eilandes reicht von schönen Sandstränden mit herrlichen Dünenlandschaften bis hin zu fast 2000 Meter hohen Gebirgsmassiven im Zentrum der Insel.

Nach unserer Ankunft spüren wir die wohltuende Sonne auf unserer Haut, die hier das ganze Jahr mit einem milden und angenehmen Klima Gran Canaria Besucher verwöhnt. Der stets leichte und frische Wind ist auch im Sommer vorhanden – nun, man nennt Gran Canaria nicht umsonst „Insel des ewigen Frühlings“.

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Piratenschiffe und spektakulärer Atlantik-Blick

Ein Highlight liegt noch vor uns, als wir in die Richtung Puerto Rico gefahren werden. Im Südwesten der Insel angekommen, fällt den Gästen die Lebendigkeit des quirligen Ortes auf. Überall ankern Jachten und Ausflugsboote – teilweise erinnern sie an Requisiten aus Piratenfilmen. Beim Näherkommen stellen wir tatsächlich fest, dass das Personal der uralten Schiffe teilweise als Freibeuter verkleidet ist – das ideale Fotomotiv. Zahlreiche Shops, Bars, Kneipen, internationale Restaurants und mehrere Einkaufszentren garantieren, dass die Bedürfnisse der Gäste rundum gedeckt werden. Kinderfreundlichkeit wird hier großgeschrieben, der Ort ist bekannt als Anziehungspunkt für Familien.

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Thalasso – Stress gehört zur Vergangenheit

Oberhalb des Ortes Puerto Rico, in direkter Hanglage, haben wir unsere Bleibe für die nächsten Tage gefunden. Der spektakuläre Blick auf den Atlantik lässt uns erst einmal innehalten. Richtig cool finden wir den gläsernen Panoramafahrstuhl – so genießen wir einen genialen Blick aufs Meer während wir von der Strandpromenade von Amadores aus zu unserer Suite fahren. Erholung steht für viele Gäste im Urlaub an erster Stelle. Gegen gesundheitsschädlichen Stress lässt man sich hier etwas Besonderes einfallen: Ein 2.500 m² großes Thalassotherapie-Zentrum im Hotel, das zu den modernsten in Europa zählt. Ein richtiges Paradies für Wellness-Liebhaber. Das möchten wir am nächsten Tag auch genießen und buchen das Programm beim Spa-Team. Zuerst werden wir knapp zwei Stunden im 37 Grad warmen Wasser mit wertvollen Nährstoffen wie Jod, Schwefel, Kalzium und Magnesium versorgt, die durch die Wärme sofort aufgenommen werden. Der Whirlpooleffekt in diesem Zirkelbad mit Meerblick verstärkt unseren Hochgenuss. Einige Gäste nutzen die Thalassotherapie auch zur Linderung von Rheuma und anderen Erkrankungen. Um uns herum erholen sich Urlauber, die genau wie wir schnell und effektiv entspannen wollen. Danach erhalten wir eine wohltuende Algenganzkörperpackung und abschließend steht eine traumhafte Massage auf dem Programm. Einfach fantastisch, dass hier ausschließlich die natürlichen Ressourcen des Meeres genutzt werden. Ein wenig belämmert vom genussvollen Erlebnis legen wir uns auf die Terasse unserer großzügigen Suite und genießen einfach nur den Moment.

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Puerto de Mogán – das „Klein Venedig“ von Gran Canaria

Zehn Minuten Autofahrt von Puerto Rico entfernt befindet sich der charmante und ursprüngliche Fischerort Puerto de Mogán. Doch auch hier heißt es wieder, dass der Weg das Ziel ist. Von der Straße aus bewundern wir grandiose Steilküsten, bis wir den gepflegten Ort mit zahlreichen Restaurants und Terrassen erreichen, die für besonders frischen und guten Fisch aus der Zone bekannt sind. Aus dem Auto ausgestiegen, schließe ich die Augen und nehme einen angenehmen Duft von Kiefern wahr. Die UNESCO hat das Mikroklima von Mogán als das beste Klima weltweit ausgezeichnet. Sobald ich meine Augen wieder öffne, verstehe ich, warum der hübsche Ort mit seinen farbenfrohen Häusern den Beinamen „Klein Venedig“ trägt. Denn das Urlaubsparadies besticht durch seine vielen bezaubernden Brücken, die mit Laternen geschmückt und mit einer wahren Blütenpracht bewachsen sind.

In dieser schönen Stadt haben wir eine U-Bootfahrt geplant. Doch der Trip in die Tiefen des Ozeans hat auch einen Ohrwurm zur Folge: Mir geht permanent das Lied “Yellow submarine” von den Beatles durch den Kopf. Nun, ich befinde mich in einem großen gelb-leuchtenden U-Boot. Mit mir tauchen eine Menge fröhlich kreischender Kinder ab. Außerdem ein paar Gäste, die auf trockenem Wege einen Eindruck von der Unterwasserwelt bekommen möchten. Langsam steigt das Wasser an den Fenstern des Bootes und die ersten Fische erfreuen die Herzen der Touristen. Auf circa 20 Metern wächst die Begeisterung und die Geräuschkulisse der Urlauber. Das liegt nicht am alten Wrack allein, das nun ins Blickfeld gerät und das bei einer erstaunlich guten Sicht betrachtet werden kann.

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Ein Wrack für Taucher und Wasserscheue zugleich

Die Kinder entdecken ihre Väter, die gerade um das versunkene Schiff herum tauchen. Dahinter steckt eine Idee von Atlantik Diving. Daniel Rodrieguez, Inhaber der Basis, die direkt am Yachthafen von Mogán liegt, erklärt Familien vor dem Tauchgang, dass sich Wasserscheue nicht langweiligen brauchen, wenn der Rest der Bande das Meer unsicher macht. „Ihr könnt vom U-Boot aus den Papa sehen“, verkündet er den Kleinen, die mit großen Augen neugierig schauen. Diese Idee wird mit großer Begeisterung angenommen. Am Tauchplatz Mogán liegen zwei Wracks auf dem Meeresboden. Das zweite Wrack ist das ältere von beiden und bereits durch schwere Stürme stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die „Alegranza“, auch ein Fischtrawler, liegt cirka 60 Meter vom ersten Wrack entfernt und beide können in einem Tauchgang gesichtet werden. Fische verschiedenster Couleur die sich im versunkenen Schiff tummeln, runden das Erlebnis ab. Da alle Tauchplätze mit dem Schlauchboot in kleinen Gruppen angefahren werden, muss der Taucher teilweise mit mehr Seegang rechnen.

Die Tauchschule Atlantik Diving ist am Drei-Sterne-Hotel Club de Mar angeschlossen, doch Neoprenfans vom gesamten Umfeld kommen hier her – selbst vom Nachbarort Puerto Rico. Die Basis bietet einen professionellen Service und hat sich damit in dieser Gegend einen Namen gemacht.

Mit besonders großer Leidenschaft bereitet Daniel Rodrieguez mit seinem Team regelmäßig Fotowettbewerbe vor und zeigt uns begeistert ein paar Aufnahmen. Dafür werden vier Tauchplätze ausgewählt, die ein repräsentativer Querschnitt der Spots vor Ort sind.

Nachdem wir noch durch einen lebhaften Markt mit toller Handarbeit und indianischen Schmuckstücken laufen, machen wir uns auf den Weg zum Vier-Sterne-Superior Hotel Cordial Mogán Playa.

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Dschungellandschaft und eine hervorragende Küche im Cordial Mogán Playa

Unsere luxuriöse Bleibe für die nächsten Tage bezaubert die Gäste sofort mit einer Architektur im Stil eines original kanarischen Dorfes. Trotz der teilweise etwas kargen Kanarenlandschaft haben wir hier das angenehme Gefühl im Urwald angekommen zu sein. Dafür sorgt ein großer subtropischer Garten – hier wachsen Bananen und sämtliche farbenprächtigen exotische Pflanzen. Die Sandimitate an der malerischen Poollandschaft laden zum Erholen und Entspannen ein. Und auch hier wird wieder Wellness satt geboten – ob Aromatherapie, Shiatsu oder Fango- und Algenwickel – es gibt eine Vielzahl von Beauty-Anwendungen für noch mehr Lebensfreude. Spätestens beim reichhaltigen Abendbuffet sind wir uns einig: Wir sind im besten Hotel vom ganzen Ort. Die vielen Stammgäste bestätigen unser Urteil.

Die Rocky Mountains der Kanareninsel

Doch so schön diese Touristenecke auch ist – wir möchten auf eigene Faust auch mal das „ursprüngliche“ Gran Canaria entdecken. Mit dem Mietwagen und der Landkarte in der Hand geht es los. Schnell verstehen wir, warum Reiseführer Touren für Individualisten dieser Art nur für sehr sichere und geübte Autofahrer empfehlen. Die Kilometerentfernung steht nicht auf den Straßenschildern, den Gegenverkehr kann man vor den vielen extrem engen Kurven nicht sehen und es geht teilweise sehr stark bergauf. Doch die hohen mächtigen Felsen aus dunklem Gestein mit den mind- und alabasterfarbenen Sandstellen entschädigen uns für die engen Straßen. Als wir im Ort „Mojones“ ankommen, erhalten wir unsere Belohnung: Wir fühlen uns wie in den Rocky Mountains – nur der Bär fehlt noch, der plötzlich aus dem dichten Wald kommt. Niemals hätten wir auf Gran Canaria mit so viel Grün gerechnet, noch dazu liegt ein sehr intensiver und angenehmer Duft von Pinienwäldern in der Luft. Auf der Rückfahrt sind wir froh, dass wir zum Abschluss auch einen anderen Teil der Kanareninsel kennengelernt haben, den reine Strandurlauber leider nie erleben werden.

Kontaktadressen:

U-Boot fahren:
Yellow Submarine
Local 389
Tel: 0034-928565108
Puerto de Mogán
Gran Canaria

Hotels auf Gran Canaria:

Hotel Cordial Mogán Playa
Avenida.de Canarias
35138 – Playa de Mogán
Gran Canaria
Tel: 0034-928724100
E-Mail: info@cordialcanarias.com
http://www.cordialcanarias.com/de/index.html

Hotel Gloria Palace Amadores
Avenida de la Cornisa s/n
35139 – Puerto Rico – Mogán
Gran Canaria
Tel: 0034-928128505
Fax: 0034-928128517
http://www.gloriapalaceth.com/de/

Sonstiges:

Das Gloria Palace Amadores und das Cordial Mogán Playa sind Partnerhotels der internationalen Hotelmarketing-Vereinigung The Spa Collection Hotels & Resorts. Die attraktiven Vier- und Fünf-Sterne-Hotels befinden sich in den schönsten Ferienregionen Deutschlands, Österreichs, Italiens, Spaniens und der USA. Weitere Informationen gibt es unter http://spacollection.biz

Kontakt zur Tauchschule:

Atlantik Diving
Hotel Club de Mar
35138 Puerto de Mogán
Gran Canaria Spanien
E-Mail: atdiving@clubdemar.com
http://www.clubdemar.com
 

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