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Mai 06 2010

Wellness, Wale und UNESCO Welterbe in Stralsund

Autorin: Elischeba Wilde
Fotografen: Elischeba Wilde (22 Bilder) Christian Rödel (10 Bilder)
Zeitpunkt der Reise: 27. April bis 4. Mai 2010

Stralsund bezaubert mit einer historischen Altstadt, restaurierten Bürgerhäusern, Hafenidylle und schönen Fußgängerzonen. Auch für Regenwetter ist der Urlaubsort bestens gewappnet.

Das imposante Ozeaneum und das beeindruckende Meeresmuseum dienen als Liebeserklärung an das Leben im Wasser. Besucher erfahren, wie sie zum Schutz der Wale beitragen können. Der HanseDom lockt mit einer einladenden Saunalandschaft wie aus 1000 und einer Nacht. Für Groß und Klein wird ein tolles Wellness, Sport- und Badeparadies geboten.

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Verwunschen, urig und wild

Wer in der Nähe des Ruhgebietes wohnt, erlebt im Rahmen der letzten Kilometer Richtung Mecklenburg-Vorpommern vor allem eins. Das Gefühl von unendlicher Weite. Riesige grüne Felder säumen die Landstraße. Knorrig und urig sind die Äste der Bäume.

„Wow, hier kommt Urwaldstimmung auf“ lächele ich zu meinem Schatz, als wir an einem dichten Wald vorbeifahren. Die Landschaft hier im Osten ist wild, ursprünglich und verwunschen. Leuchtend und satt sind die Farben – ihre unterschiedlichen Schattierungen machen einen besondern Reiz aus.

„Elischeba, hast Du an einem anderen Teil Deutschlands schon einmal Waldnester in den Feldern gesehen?“ fragt mich mein Mann Pierre mit Blick aus dem Fenster. Ich verneine und stelle fest, dass der Weg Richtung Stralsund einzigartig ist.

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Roter Leuchtturm in der Suite

Als wir im Radisson Blu einchecken, sind die Strapazen einer siebenstündigen Autofahrt im Nu vergessen. Direkt an der Rezeption fühlen wir das weite Meer. Der Empfangstisch an der Rezeption hat die Form eines Schiffes und Strandkörbe laden zum Verweilen ein.

„Hey, was für eine tolle Idee“ rufe ich mit Begeisterung, als ich mir in unserer Suite den großen roten Leuchtturm mit eingebautem Fernseher anschaue. „Hier ist die Minibar integriert und dieser Knopf sorgt für die Beleuchtung“ fügt mein Schatz fasziniert hinzu.

Wir schauen uns weiter im Haus um. Lampen im Schiffs-Design und Türen mit Bullaugen. Überall liebevolle Details, die Lust auf Seefahrten machen. Man könnte meinen, man wäre auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff gelandet.

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Feinschmecker im Radisson Blu

Bereits am Eingang des Hauses haben wir gesehen, dass das hoteleigene Restaurant diverse Auszeichnungen vom Magazin „Feinschmecker“ erhalten hat. Der Gast eines Halbpension Arrangements erhält abends in der Regel ein Dreigang-Menü – für den Hauptgang besteht die Möglichkeit, zwischen einem Fisch- und Fleischgericht zu wählen. Vegetariern werden Tagliatelle in verschiedenen Varianten geboten.

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Eingeleitet wird täglich mit einem netten Gruß aus der Küche. Durch meinen Gourmet Hobbykoch bin ich verwöhnt – ob ich trotzdem ins Schwärmen gerate? Als die Karotten-Orangen-Creme-Suppe gereicht wird, weise ich den smarten Kellner darauf hin, dass ich für einen Nachschlag auf das Dessert verzichten würde.

Er grinst, bringt den Nachschlag und serviert mir trotzdem noch die Schokoladenmousse mit den marinierten Waldbeeren zum harmonischen Ausklang. „Das Steak war auch richtig lecker“ sage ich Pierre, während ich das Menü Revue passieren lasse.

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Gut gekleidete Dänen und glückliche Gäste

„Die Besucher, die in das Restaurant hinein gehen, haben es gut, denn diese haben das tolle Essen noch vor sich“ schmunzelt mein Mann, während wir den Speisesaal verlassen. Seine ehrliche Feststellung ruft in mir einen lauten und spontanen Lacher hervor.

Zu den anderen Gästen zählen neben Geschäftsleuten vor allem freundliche Familien mit Kindern. Auch eine Menge Dänen sind zu Gast – immerhin hat ein Großteil von ihnen keinen weiten Weg zur Ostsee. Mir fällt auf, dass sie besonders interessant und chic gekleidet sind und häufig besonders süße und viele Kids dabei haben.

Jedoch gehen einige deutsche Urlauber in ihrer Jogginghose zum Dinner – mein Ding wäre das gar nicht, aber hier ist alles erlaubt. Der Kunde ist König und auf seine Wünsche wird in diesem Hause sehr eingegangen.

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Das innere Kind

Schön, dass der Weg in den HanseDom für Hotelgäste äußerst bequem ist. Mit meinem weißen flauschigen Bademantel fahre ich direkt vom Hotelzimmer aus mit dem Aufzug Richtung Erdgeschoss und stehe dann bereits unmittelbar vor dem Eingang des Wellness Bereiches samt Badeparadies. Die Wandbemalung mit farbenfrohen Motiven der beeindruckenden Unterwasserlandschaft lädt charmant zum Eintreten ein.

Als mein Gatte Pierre die gelbe große Rutsche im HanseDom entdeckt, kommt das Kind im Mann raus. „Boa, die wird am Schluss richtig schnell“ berichtet er begeistert. Ich schaue nach oben und sehe Äffchen aus Stoff an einer Brücke hängen.

Die Kids haben einen Riesenspaß und auch im Bade-Restaurant kommen sie auf ihre Kosten: Pommes, Burger und Eis. Alles, was den Kleinen schmeckt, ist reichlich vorhanden. Beim Weiterschwimmen entdecke ich die Turbo-Riesenwasser- und Black-Hole-Erlebnisrutsche und stelle fest, dass Groß und Klein den Adrenalinkick und die Wasserspritzer lieben.

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Märchenwelt zum Schwitzen

Sobald ich durch die Tür Richtung Saunalandschaft gelangt bin, fühle ich mich wie in einem Traum von 1000 und einer Nacht. Die vielen kunterbunten Farben, die Atmosphäre, der maurisch-orientalischer Flair und die exotischen Düfte verzaubern mich. Was für eine Architektur!

Kosmetikbehandlung von einem Mann

„Das ist das erste Mal, dass ich eine Gesichtsbehandlung von einem Mann erhalte“ fange ich das Gespräch an, als mir Hardy sanft ein Peeling aufträgt. Er lacht und erzählt mir, dass so jede Unterhaltung mit seinen Gästen beginnt.

Der lebenslustige Herr verfügt über vielseitige Erfahrungen im Spa-Bereich und wurde irgendwann gefragt, ob er auch für Kosmetik einsetzbar sein möchte. Er bejahte und hat nun viele Stammkunden. Anschließend gönne ich mir eine Aroma-Ganzkörpermassage und bin begeistert davon, wie gut es sich anfühlt, wenn alle Muskeln einmal richtig gelockert werden.

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Nachbar lebt im vorigen Jahrhundert

Zehn Autominuten vom Radisson Blu entfernt liegt die schöne Altstadt von Stralsund. Wir parken am Stadtrand und erfreuen uns beim Anblick einer wunderschönen Park- und Seelanlage mit romantischen Brücken. Mir fällt beim Weitergehen auf, dass manche Bürgerhäuser in leuchtenden Farben restauriert sind, während der Nachbar noch im vorherigen Jahrhundert zu leben scheint. Später erfahre ich, dass einige Personen ihre Häuser noch nicht renovieren konnten, da die Eigentumsverhältnisse noch nicht geklärt sind.

Verlassene Klosterruine

Urig empfinden wir das „St. Johannis Kloster“ vom Jahre 1254. Trotz seiner vollständigen Größe sind nur noch Ruinen ohne Fenster vorhanden. Wilde Natur bettet die historische Sehenswürdigkeit ein.

Uns wundert es nicht, dass die Altstadt seit 2002 mit dem Titel „Historische Altstädte Stralsund und Wismar“ zum UNESCO-Welterbe gehört. Immerhin macht eine Vielzahl wertvoller Zeugnisse der Hansezeit den Reiz aus. Am großen Yachthafen entlang zu spazieren, lässt einen Hauch von Luxus aufkommen. Hier locken eine Menge Fischrestaurants und Cafés die Besucher. Zum Shoppen gibt es auch eine nette Auswahl an Geschäften und Boutiquen, so dass der Urlauber auf nichts zu verzichten braucht.

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Schiffsbesteigung

„Wow, siehst Du das Schiff dahinten?“ fragte ich meinen Schatz mit großen Augen. „Hey, das ist ja die Gorch Fock“ erwidert Pierre ebenso beeindruckt. „Ich wusste nicht, dass das weltberühmte Segelschiff in Stralsund steht“ fügt er hinzu. Was für eine schöne Überraschung. Für vier Euro pro Kopf kann der Gast drauf steigen, sich wie ein Kapitän fühlen und die Innenräume betrachten.

Wir erfahren, dass das im Jahre 1958 gebaute Schiff nach dem Schriftsteller Gorch Fock benannt ist. Einmal aufgestiegen haben wir einen hervorragenden Ausblick auf den schönen Hafen.

„Ich würde gern die Kabinen der Kadetten sehen“ deute ich an. Fehlanzeige! 80 Hängematten in einem riesigen Raum – Komfort und Privatsphäre war damals nicht drin. Eben nicht zu vergleichen mit einer Luxus-Seerundfahrt, welche Urlauber in Reisebüros buchen. Wobei das Wohnzimmer des Kapitäns ziemlich relaxend, vornehm und anspruchsvoll aussieht. „Der hatte eben Sonderrechte“ bestätigt mir Pierre.

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Überwältigendes Ozeaneum

Ein Muss für einen Aufenthalt in der Hansestadt ist eindeutig das Ozeaneum. Auf der Stralsunder Hafeninsel werden auf 8700 Quadratkilometer Ausstellungsfläche in 39 Aquarien circa 7000 lebende Tiere und Unterwasserpflanzen gezeigt. Das überwältigende Haus bietet eine gelungene Symbiose aus Alt- und Neubau und lässt weder Erwachsene noch Kinder kalt.

Eine Liebeserklärung an das Meer

Ein Highlight des Ozeaneum sind die Wale – die Ausstellung „Riesen des Meeres“ ist ihnen gewidmet und erstreckt sich über drei Etagen.

Im untersten Bereich besteht die Möglichkeit, sich gemütlich hinzulegen und erst einmal zu staunen. Der Blick in die Höhe ist ehrfurchteinflößend. Sogar die zuvor noch tobenden Kinder werden plötzlich ganz still und lassen auf sich wirken, was nun passiert.

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Klänge die unter die Haut gehen

Als wenn der Blick auf die gewaltigen Walmodelle noch nicht genug wäre, so wird die Stimmung noch getoppt. Durch deren Gesänge, die gekonnt wieder gegeben werden, besteht das Gefühl, dass man mit den riesigen Geschöpfen am Meeresbodentauchen würde. Ich schaue mir die Augen an und habe direkt mein Erlebnis in Kenia vor Augen, als ich mit einem Walhai mitten im offenen Meer zehn Minuten Schritt halten durfte. Noch heute sehe ich die weißen Punkte auf dem blauen Körper vor mir. Die Emotionen beflügeln mich noch wie am damaligen Tag.

Der Blauwal ist an der Reihe und wird angeleuchtet. Wir erfahren, dass es sich um das größte Tier des Planeten handelt. Bis zu 200 Tonnen schwer ist das gigantische Geschöpf. Nach der Erklärung kann man seinen tiefen Gesängen lauschen.

Schwer beeindruckt sind wir, als der Buckelwal seinen Einsatz hat. Seine Melodie ist kaum beschreibbar, sie muss erlebt werden. Ich spiele mit dem Gedanken, mir eine Audio-Datei zu erwerben und einen Hauch „Wal-Feeling“ in den eigenen vier Wänden zu erleben.

Der Feind heißt Mensch

Je mehr man sein Herz in diese Vorstellung hinein gibt, umso härter fühlt sich der aufklärende Film im Nebenraum an. Dieser zeigt, dass die Giganten des Meeres durch Hightech Walfang Methoden, Umweltverschmutzung und Lärm unter Wasser vom Aussterben bedroht sind.

Wir alle können den Walen helfen

Schön ist, dass nicht nur traurige Botschaften übermittelt werden, sondern auch gezeigt wird, was jeder von uns tun kann. Den Walen ist bereits geholfen, wenn wir nur noch Fisch mit dem „MSC Siegel“ erwerben, da die Giganten dann in der Regel nicht mehr als Beifang elendig verenden brauchen. Bei dieser Auszeichnung handelt es sich um das weltweit führende Zertifizierungsprogramm für nachhaltig gefangenen Fisch und Meeresfrüchte. Die Besucher des Ozeaneums werden angehalten, sich bei Ihrem nächsten Einkauf nach dem blauen Logo umzuschauen.

Ökostrom und Greenpeace

Auch Atomstrom schadet der Welt unter Wasser enorm, da Atomabfälle auch im Meer entsorgt werden. Wer zu Ökostrom wechselt, der hilft dabei, den Ozean und seine wunderbaren Lebensformen sauber zu halten. Wie wäre es außerdem, der Organisation „Greenpeace“ beizutreten?

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Herr Dr. Benke – Meeresforscher aus Leidenschaft

Besonders erfreut bin ich über den persönlichen Kontakt mit dem Meeresbiologen Herrn Dr. Benke. Er hat mich vor meinem Besuch in Starlsund bereits gefragt, ob ich als Botschafterin für die Scheinswale dienen möchte. Als Taucherin und Fan der Unterwasserwelt bejahte ich dies schnell.

Nach einem Smalltalk nimmt er nun einen Modell-Schweinswal in die Hand und fragt mich nach meiner Meinung zur Optik. „Oh, der sieht ja aus wie ein Delphin“ sage ich mit Begeisterung und streichele sanft über das künstliche Säugetier. Dann werde ich leiser und fragte den Forscher mit ernstem Gesichtsausdruck: „Herr Dr. Benke, ich mag Delphine und Wale. Hier scheine ich eine Mischung aus beiden vor mir zu haben. Wieso ist dieses tolle Geschöpf, welches ich in meinen Händen halte, vom Aussterben bedroht?“

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Als Mrs. Germany kämpfe ich für die Verschleierung

Seine traurige Erklärung folgt kurz darauf. Ich erfahre, dass der Schall, der bei den Rammarbeiten für die Fundamente von Offshore-Windkraftanlagen entsteht, eindeutig eine Verletzungsgefahr für das Gehör der Meeressäuger birgt. Ohne ihr sensibles Ultraschallgehör können sich die Tiere nicht orientieren und müssen verhungern.

Spontan fragte ich, wie man das verhindern kann. Der Unterwasserfan erwidert, dass es dafür eine einfache Lösung gibt. Mit dem Einsatz von Luftblasenschleiern kann der Lärm zu circa 90 Prozent reduziert werden. „Habe ich richtig verstanden, nur noch zehn Prozent des Krachs bleiben erhalten?“ Herr Dr. Benke bejaht mir das und fügt hinzu, dass dies jedoch aus Kostengründen kaum gemacht wird.

In der deutschen Nord- und Ostsee wird in den nächsten Jahrzehnten ständig gerammt werden, wenn die geplanten 5.000 Windkraftanlagen aufgestellt werden. Da bleibt für die Schweinswale kein Raum zum Ausweichen – zumal der Schall unter Wasser bis zu 80 Kilometer weit trägt.

Deshalb:

Das Deutsche Meeresmuseum und ich als Botschafterin fordern zum Schutz der Schweinswale die Verwendung von Blasenschleiern für alle Rammarbeiten.

Auch wenn der Einsatz der Luftschleier sicher einen gewissen Mehraufwand bedeutet, kann dadurch eine wunderbare Tierart erhalten werden, die für das ökologische Gleichgewicht in der Ostsee wichtig ist.

Schildkrötenfütterung aus meiner Hand

Anschließend darf ich die großen Meeresschildkröten mit Salatblättern und Tintenfisch füttern. Sie springen hoch und greifen sich ihre Mahlzeiten. Vergnügt bin ich beim Anblick der beeindruckenden Lebewesen.

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30 Jahre Enthaltsamkeit waren zu lang

„Diese Schildkröte, die hier gerade am Beckenrand schwimmt, kommt aus Polen“ erklärt mir Herr Dr. Benke später und zeigt auf die Größte von allen. Spontan los lachen muss ich, als ich erfahre, dass diese sich bei ihrer Ankunft direkt auf das Weibchen gestürzt hat und Mann Frau nicht mehr los gelassen hat. Doch beim nächsten Gedanken wird mir bewusst, dass die polnische Schildkröte hier im Gegensatz zu früher artgerecht gehandhabt wird. 30 Jahre musste sie zuvor alleine im Becken leben, was absolut nicht im Sinne der Natur sein kann.

Kunstschätze im Meeresmuseum

„Schatz, den Oktopus musst Dir angucken“ lasse ich meinen Mann begeistert wissen, als ich den achtarmigen Kraker entdecke, der fast so groß ist wie ich selbst. Zahlreiche Meerestiere sind hier mit viel Liebe zum Detail nachgebaut. „Hinter jedem hier steckt monatelange Arbeit von hervorragenden Künstlern“ klärt uns Herr Dr. Benke im deutschen Meeresmuseum auf, welches ein paar Autominuten vom Ozeaneum entfernt liegt.

Die Mauer einfach weg gesungen

Am Abend erhalten wir VIP-Karten für das Konzert von der Kultrockband „City“ im Ozeaneum. Nachts hat das Haus ein besonderes Flair – mystisch wirken die Rochen, welche sich majestätisch im Wasser bewegen. Tagsüber springen sie im gesonderten Bereich für Kinder ein Stückchen aus dem Becken, da sie den Kontakt zu Menschen lieben. Anfassen darf man sie jedoch nicht, damit ihre Haut unverletzt bleibt. Plötzlich steht die Band „City“ vor mir. Ein paar breit grinsende Männer begrüßen mich.

„City“ wurde 1972 in Ost-Berlin gegründet und erlangte den Durchbruch mit dem Titel „Am Fenster.“ Anfangs nannten sie sich „City Rock Band“ oder „City Band Berlin.“ Nach einem kleinen Wortwechsel bin ich gespannt auf deren Musik und die gefällt mir. Pep, Power und Rhythmus. Mit Schweinwerfen werden sie angestrahlt – über ihnen hängen die riesigen Modell-Wale. Mal Rot, mal blau, mal gelb – wir befinden uns mitten in einem Farbenparadies, welches eine gelungen Symbiose zur Musik bietet. Was für ein Erlebnis.

„Die Mauer haben wir einfach weg gesungen“ leiten sie nach dem ersten Lied ihre Rede ein. Gelächter im Publikum. Nach einer halben Stunde wird stimmungsmäßig noch einmal einen drauf gelegt. Die Gäste beginnen laut und dynamisch mit zu singen.

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Kein Bammel gehabt

Mein Schatz erklärt mir, dass die Band vor der Wende häufig DDR-kritische Texte benutzt hatte. Mit großen Augen schaue ich meinen Mann an. „Hatten sie denn keine Angst?“ frage ich ihn. „Die waren einfach viel zu beliebt beim Volk,“ erwidert er mir. Mutig finde ich das Verhalten trotzdem und entwickele Sympathien für die Jungs.

Negative Gefühle am Abreisetag

Am letzten Tag telefoniert mein Mann mit dem Büro. „Pierre, wie geht es Dir?“ fragt seine Kollegin. „Schlecht“ antwortet er, als er auf dem Balkon unserer Suite sitzt. „Der schöne Urlaub geht zu Ende.“

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Kontaktdaten, Internet und Adressen:

Hotel Radisson Blu
Grünhufer Bogen 18 – 20
D-18437 Stralsund
Phone: +49 3831 3773-0

Webseite

HanseDom Stralsund GmbH
Grünhufer Bogen 18 – 20
D-18437 Stralsund
Phone: +49 3831 3733-0

Webseite

OZEANEUM Stralsund
Hafenstraße 11
D-18439 Stralsund
Phone: +49 3831 2650 61

Webseite des Ozeaneums

Deutsches Meeresmuseum Stralsund
Katharinenberg 14 – 20
D-18439 Stralsund
Phone: +49 3831 2650 210

Webseite

Disclaimer: Danke an Herr Dr. Benke für die Pressereise

 

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