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Jul 21 2013

Gran Canaria – Erfahrungsbericht und Tipps (Teil 1)

Tauchen, Wellness oder Action? Gran Canaria bietet den perfekten Mix in vielen Variationen. Autorin Elischeba hat das tolle Urlaubsangebot getestet und erzählt von ihren inspirierenden Erfahrungen.

Ende Mai auf die Kanaren? Ist doch Unsinn – dann ist es auch hier in Deutschland schön. Auf die Kanaren fliege ich lieber im Winter, wenn es bei uns grau und kalt ist. Na ja, das habe ich früher mal gesagt. Als Mai noch wirklich Mai war. Frühling noch Frühling. Und Sommer tatsächlich Sommer.

Vor der Warteschlange auf dem Weg ins Flugzeug überall das gleiche Thema. Sonnenhungrige Gäste eingehüllt in dicken Jacken. Kanaren? War immer unser Winterziel. Bis jetzt.

Sonne und super Ausblick

Nach gut vier Stunden Flug nehmen wir die erste Tuchfühlung mit der kanarischen Sonne. Herrlich! Unser Guide Alex Kempa kommt uns fröhlich entgegen gelaufen und bringt uns ins Hotel.

Welch ein Ausblick. Herrlich. Bevor wir an der Rezeption des Gloria Palace Royal Hotel & Spa **** einchecken, müssen wir erst mal einen gespannten Blick aus dem riesigen Glasfenster Richtung Bucht erhaschen. gloriapalace800_300dpi_800

Wir befinden uns auf einem gewaltigem Felsen und schauen in dieser erhöhten Position auf die künstlich angelegte Badeoase. Mann ist die einladend. Rasch komme ich mit einer anderen Urlauberin ins Gespräch.

Am ersten Tag hätte sie sich im Hotel total verlaufen, als sie zum Strand wollte, berichtet sie mir. Ja die Anlage ist groß. Gewaltig. Sicher werde ich den coolen Glasaufzug Richtung Straße auch nicht auf Anhieb finden.

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Von dort aus braucht der Gast noch mal zehn Fußminuten und schon wartet feiner Sandstrand und das türkisfarbige Meer. Aber mit diesem durchsichtigen Aufzug samt Ausblick ist doch der Weg bereits das Ziel.

Eine freundliche und gut Deutsch sprechende Rezeptionsdame zeigt uns erst einmal begeistert das Herzstück des Hotels.

Denn das Spa des Gloria Palace Royal verfügt über einen gemütlichen Behandlungsbereich, von dem der Gast einen gigantischen Ausblick auf den Strand von Amadores hat.

Relaxen, Wellness und Freiluftfitnessstudio 

Wow. Wem der Weg zum Meer zu lang ist, der kann es sich im Swimmingpool gut gehen lassen, der auf 35 Grad beheizt wird und mit verschiedenen Massagedüsen wie Schwanenhälsen, Druckdüsen, Hydromassagedüsen und Sprudelbetten ausgestattet ist. ausblickroyal800_300dpi_800

Außerdem sind ein tolles Freiluftfitnessstudio und die schöne Sauna samt Entspannungszonen im Innen- und Außenbereich im Zimmerpreis enthalten.

Als wir begeistert vom schönen Wetter schwärmen, berichtet uns die junge Frau, dass das hier Alltag ist. Mit einer Durchschnittstemperatur von 24 Grad und sieben Sonnenstunden am Tag sei es hier auch in den Wintermonaten herrlich freundlich.

So – jetzt aufs Zimmer und ankommen. Klasse, dass hier jeder Gast Meerblick hat. Schnell ein paar Kleidungsstücke in die großen Schränke räumen und auf geht`s zum Dinner. Gibt es hier etwas, was es nicht gibt? Die Auswahl ist riesig: Tolle Salate, Suppen, Nudelgerichte, Wurst, Käse, verschiedene Brotsorten und warme Gerichte.

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Alles außer Internet

Am Besten gefällt uns das Show-Kochen mit verschiedenen Fleisch- und Fischsorten, die nach dem Geschmack der Gäste zubereitet werden. Da finden wir auch Kartoffeln, Beilagen, Nudel- und Reisgerichte sowie Pizza.

Außerdem gibt es jeden Abend auch ein thematisches Büffet – zum Beispiel Italienisch, mexikanisch, spanisch oder irisch. Viele Gäste kommen aus Skandinavien – ebenfalls aus Sehnsucht nach Sonne. Zum Nachtisch ist auch für alles gesorgt. Viel frisches Obst, Kuchen, verschiedene Mousses und Cremes sowie Eis. Da schlagen auch die Kinderherzen höher. suppe800_300dpi_800

Was während unseres Aufenthalts allerdings selten funktioniert, ist das Internet. Na ja – die Gäste sollen ja Urlaub machen und sich entspannen, anstatt alle paar Minuten zu checken, wie es dem heimischen Büro geht.

 

Wilde Delphine und höher schlagende Herzen 

Für uns startet der neue Tag mit einem Bootstrip. Die Vorfreude auf Wale und Delphine steht allen teilnehmenden Gästen ins Gesicht geschrieben.

Nur freie und wilde Delphine sind glückliche Delphine. Diese hilfsbereiten und sozialen Lebewesen in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben – das wird großen und kleinen Freunden des Ozeans auf Gran Canaria ermöglicht.

Wir starten vom Hafen von Puerto Rico und steigen auf den eigens für Delphin- und Walbeobachtungen entwickelten Katamaran “Spirit of the Sea”. Wer heute keine Delphine und Wale sieht, der darf die Tour kostenlos noch einmal mitmachen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, der sollte den Trip also nicht am letzten Urlaubstag buchen. hafen800_300dpi_800

Gespannt schauen wir auf das Meer, atmen die tolle Luft ein und genießen den leichten Wind, während der Guide unsere Vorfreude verstärkt. Der sympathische Spanier erzählt uns, dass wir heute alles erleben können.

Überraschungen in freier Natur

Angefangen vom kleinsten Delphin, der ein Meter groß ist, bis zu einem 30 Meter langem Blauwal. Der Ozean auf Gran Canaria ist vielfältig. Wilde Natur ist spannend – alles ist drin – Überraschungen umso schöner.

Nicht nur die Kids lauschen gespannt dem Redner mit Mikrofon, der uns berichtet, dass Wale, genau wie wir Menschen, Lungen haben und zum Atmen auftauchen müssen. Das Schöne für uns: Wenn sie die verbrauchte Luft ausatmen, tun sie das deutlich sichtbar an der Wasseroberfläche durch ihr am Oberkopf liegendes Blasloch.

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Gerade noch in Gedanken versunken, sind wir plötzlich hellwach. Vor dem Boot springen und plantschen fröhlich ein paar Delphine. Gänsehaut pur. Einen Delphin alleine sieht man selten, denn diese geselligen Lebewesen leben in genau strukturierten sozialen Gruppen und helfen sich gegenseitig. Ein kranker Delphin wird liebevoll umsorgt.

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Gern möchte ich wissen, welche Delphine das sind, die heute herzerfrischend vor uns her schwimmen. Zügeldelphine lautet die Antwort. Diese leben in kleinen Schulen von fünf bis 50 Tieren und halten sich viel an der Wasseroberfläche auf – obwohl sie auch bis zu 200 Meter tief tauchen können.

Ihre obere Hälfte ist grau gefärbt und der Bauch eher weißlich und sie erreichen eine Körperlänge bis knapp drei Meter und können bis zu 140 Kilogramm schwer werden. Wow. Wie wir heute sehen, sind Zügeldelphine gesellige Tiere, die gern akrobatische Sprünge machen.

Perfekte Lösung für Paare

Unser Nachmittagsprogramm hat ebenfalls mit dem Element Wasser zu tun. Nur dass wir jetzt selbst rein springen dürfen.

Aber Tauchen auf Gran Canaria? Wer bereits die eine oder andere Safari in Ägypten mitgemacht hat, der könnte die Spots von Gran Canaria als ziemlich langweilig empfinden. Lohnt sich das überhaupt?

Wir machen uns auf den Weg zur Basis von Extradivers und schnell wird uns bewusst, für wen sich das Tauchen hier besonders lohnen könnte. Wir scheinen gerade sogar eine richtig nette kleine Marktlücke gefunden zu haben.

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Auf Tauchsafaris begegne ich meist nur Männern oder Paaren, bei denen beide tauchen gehen. Doch wie regeln das die Pärchen, bei denen nur einer taucht? Die im Urlaub Zweisamkeit wünschen, aber trotzdem auch beim Punkt Hobby auf ihre Kosten kommen möchten? Eine Lösung könnte heißen: Urlaub im Hotel Cordial Mogán Playa **** und Tauchen mit der hauseigenen Basis von Extradivers.

Ich liebe dieses Hotel. Es ist farbenfroh und gemütlich. Wie ein spanisches Dorf. Der Luxus überlädt dich nicht – die hervorragende Qualität ist immer vorhanden, aber trotzdem dezent im Hintergrund.

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Kulinarisch ist das Cordial Mogán Playa absolut köstlich und äußerst empfehlenswert. Die Kanaren neigen teilweise zu kahlen Landschaften – hier dagegen gibt es Urwald Feeling pur. Der subtropische Garten besticht mit mehr als 200 unterschiedlichen Pflanzenarten und riesigen Palmen.

Freundinnen oder Ehefrauen von Tauchfans können die schöne Hotelanlage genießen, sich im hauseigenen Spa verwöhnen lassen und im schnuckeligen Hafenort Puerto de Mogán shoppen gehen.

Und wenn sie aus Klein Venedig zurück ins Hotel kommt, dann wird er mit dem Tauchen fertig sein. Denn die Fahrten sind kurz und spätestens nach guten zwei Stunden ist die Mannschaft wieder zurück am Hotel. Da bleibt eine Menge Raum für Zweisamkeit. martinhelmers8_300dpi_800

In fünf Minuten am Tauchplatz

Vom schönen Hafen aus startet auch unsere Tauchtour. Dive Manager Hans-Georg Wolf erklärt uns, dass die Fahrt Richtung Teneriffa lediglich fünf Minuten dauert – wir können uns also vorher schon in die Tauchanzüge schmeißen, das Equipment vorbereiten und uns startklar aufs kleine Boot setzen.

Ein junges Pärchen berichtet, dass sie schon ein Jahr nicht mehr tauchen gewesen sind und bittet den Tauchlehrer um eine kleine Wiederholung der wichtigsten Grundregeln sowie um Hilfe beim Zusammenbauen der Ausrüstung. Gern hilft der Guide und betont, dass sowieso vor dem Sprung ins Wasser noch mal gecheckt wird, ob alles passt. Außerdem sei der Tauchplatz Mogán West für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen gut geeignet.

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Und schon geht`s los. Hans-Georg Wolf stützt unsere Flasche beim Weg zum Bootsrand und wir springen per großen Schritt nach vorne nacheinander ins Wasser. Puh, das ist aber frisch hier. Dann lassen wir uns ins weite Blaue gleiten und gelangen nach und nach zu einer Tiefe von 17 Metern.

Typisch Mädchen halt

Nachdem wir beeindruckende Felsformationen passieren, treffe ich einen Meeresbewohner, dem ich ungern zu nah komme. Eine langbeinige Seespinne. Typisch Mädchen hat mir mal ein Tauchlehrer auf Jamaika gesagt. Einige Unterwasserfans lassen diese Tiere gern mal auf ihren Händen krabbeln – heute schwimmen wir alle einfach nur dran vorbei.

Nachdem wir an weiteren großen Felsen vorbei tauchen, gelangen wir mitten in eine Jungfischstube. Herrlicher Gelbton – und wir mitten drin – wir fühlen uns gerade selbst wie Fische. Als nächstes Highlight kommen wir in eine kleine Grotte mit Röhrenaalen. Wow.

Das Riff bietet neben den wunderschönen Felsformationen mit etlichen Keulenanemonen vor allem eines: Fisch, Fisch und noch mal Fisch. Neben den üblichen Grunzerschwärmen trifft man hier auch auf Seebarben, die sich ihr Fressen aus dem Sand suchen. Wir erwischen einen dabei. Beeindruckend sind auch die Goldstriemenbrassen. In einer kleinen Grotte hat ein großer Rauhschwanzstechrochen sein Zuhause gefunden. Octopoden sind nahezu in jeder zweiten Felsspalte zu finden.

Warme Belohnung nach dem kalten Tauchen

Alles Schöne hat einmal ein Ende und so beobachten wir den Dive Center Manager Hans-Georg Wolf dabei, wie er das Seil Richtung Wasseroberfläche für das Auftauchen vorbereitet. Nacheinander geht es hoch und beim Sicherheitsstop wird kurz gewartet.

Auf der Rückfahrt ist uns allen ein bisschen kalt. Normalerweise sei es um diese Zeit wärmer auf Gran Canaria, berichtet unser Guide. Und die Frühlings- und Sommermonate seien hier perfekt zum Tauchen – vor allem im September ist das Meer schön ruhig. Nach nur fünf Minuten Fahrzeit sind wir zurück am Hafen – perfekt für Seekranke.

Da wir ein bisschen gefroren haben, freuen wir uns jetzt auf ein erwärmendes Highlight. Eine Hot Stone Massage im hauseigenem Spa vom Cordial Mogan Playa. Nebeneinander haben wir auf bequemen Liegen Platz genommen und freuen uns auf geschulte Hände.

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Positive und negative Energien

Die Masseure nehmen auf circa 60 Grad im Wasserbad aufgeheizte Steine aus Basalt und legen sie gekonnt auf unsere Körper. Fühlt sich klasse an. Wir spüren wie unsere Muskeln durch die Wärme entspannt werden.

Mit sanfter Stimme erklärt der Therapeut zum Schluss der wohltuenden Behandlung, dass nun unsere negativen Energien aus dem Körper in die Steine geholt wurden und wir ein bisschen nachruhen können. SeaStar Chefredakteur Martin Helmers steht rasch auf und ist skeptisch. Das sei doch Schwachsinn, dann könnte man ja alle Gefängnisinsassen mit den Steinen behandeln und deren schlechte Gedanken wären weggezaubert und in die Steine gewandert.

Ich muss schmunzeln und sage, dass ich total erledigt bin und noch ein paar Minuten nachruhen möchte. „Na bei dir sind wohl auch die positiven Energien aus dem Körper geholt worden“ grinst der Chefredakteur. Wieder muss ich lachen, fühle mich aber wohlig entspannt und angenehm müde.

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Angst und Spaß zugleich 

Hellwach bin ich beim nächsten Ausflug. Sehr witzig ist das. Ich soll nicht so verkrampft in dem Teil sitzen. Locker lassen. Mich entspannen. Mein Herz klopft wie wild, ich zappele rum und halte mich völlig angespannt am Seil fest. So fest, dass ich später Muskelkater in den Armen habe. Und wieder Rufe unten vom Boot: ”Relax. Just relax.”

HIER GEHT ES WEITER ZUM TEIL 2

Disclaimer: Danke für die Pressereise – mein Artikel wurde im SeaStar Magazin veröffentlicht – Fotos von Martin Helmers und privat

 

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