Urlaub in Niedersachsen
Zeitraum der Reise: Ostern 2010 Fotografen: Elischeba Wilde (20 Bilder), Pierre Wilde (sechs Bilder), Andreas Loeffl (zwei Bilder), Marcus Prell (zwei Bilder), Erlebnis Zoo Hannover (ein Bild, das Foto mit dem Löwen im Vordergrund) Niedersachsen bietet schöne Flüsse, nette Brücken, zahlreiche Sehenswürdigkeiten und eine Menge Aktivitäten. Wir wählen für die Ostertage das romantische "Hotel Viva Creativo", genießen Gourmet-Essen und erleben die Tiervielfalt im „Erlebnis Zoo" Hannover. Besonders viel Spaß haben wir bei unserer Erkundungsstadtfahrt auf einem Segway. Was anfangs wackelig ist, wird spätestens nach ein paar Minuten richtig gut! Wie, als Kölnerin machst Du in Hannover Urlaub? "Wie .... Urlaub in Hannover? Wieso gerade da?" Mein Bekannter ist mit seinem erstaunten Blick und fragenden Augen kein Einzelfall. Ein paar weitere Personen können ebenfalls kaum verstehen, wie ich als Kölnerin mit meinem Schatz nach Niedersachsen fahren möchte, um dort den zwölften Hochzeitstag zu feiern. Dabei wird dieser nördliche Teil Deutschlands häufig unterschätzt.
Wir fühlen uns in unseren vier Wänden pudelwohl, aber die Lust nach einem Tapetenwechsel treibt uns samt Koffer in unseren schwarzen Audi A 6. Bereits auf der Hinfahrt freuen wir uns auf das Bullerjan Traumofenzimmer, welches dank warmen Rottönen, Liebe zu Mensch und Tier "Mein Bauer behandelt mich richtig gut" steht auf der Kuh aus Pappe. Dass die Kuh auf der Wiese tatsächlich glücklich ist, das schmeckt man beim Kosten des Yoghurts. Im italienischen Restaurant "La Vivezza" frühstücken die Gäste des "Viva Creativo" in netter Runde. Die Auswahl ist klein, aber dafür mit Liebe zubereitet. Lecker, frisch und äußerst hochwertig. Der tägliche Obstsalat befindet sich in niedlichen Einweggläsern und die Marmeladen stammen hausgemacht von kleinen Bauernhöfen. Bioqualität eben. Liebe spürt der Gast auch beim Betrachten der schönen Themenzimmer im kreativen Hotel. Es ist, als wenn man bei Freunden nächtigt. Mit diesem Gefühl kann so manches Luxushotel nicht mithalten.
Hilfe! Wo ist die Bremse? Sonne - wie schön! Die brauchen wir, denn heute erwartet uns eine Premiere. Wir werden auf einem Segway die historischen Bauten und Schönheiten Hannovers erkunden. "Wie jetzt... das Ding hat keine Bremse? Echt? Neee, wir fahren trotzdem auf der Straße? Was mache ich an der Ampel? Uiii....da habe ich aber Bammel" Andreas Loeffl grinst. "Elischeba, ganz ruhig, das machst Vorrecht für ledige Herren "Bruchmeister" nennt man den freundlichen Helfer meines Mannes, der passend zu seiner Position einen schwarzen Hut und einen schwarzen Anzug mit Fliege trägt. "Muss man seine Auszeichnung kennen?" frage ich meinen Schatz flüsternd ins Ohr, als keiner guckt. Pierre lacht. "Mausi, die Bedeutung muss man nur kennen, wenn man in Hannover wohnt". Dann erklärt mir mein Liebster, dass er vom Bruchmeister erfahren hat, dass jedes Jahr vier Herren vom Oberbürgermeister der Stadt für diese Repräsentationsaufgaben ernannt werden. Thorald Abramowski kommt uns entgegen und wirft noch ein, dass "Ledig sein und einen guten Leumund haben" zu den Vorraussetzungen seines Amtes gehören. Ob das heißen würde, dass der arme Kerl ein Jahr lang enthaltsam leben müsse, frage ich Pierre später leise, als wir uns beide schon gut auf unseren Segways halten können. Laut schallend fängt mein Süßer an zu lachen und wirft den Kopf nach hinten. "Keine Sorge, wir leben nicht mehr im Mittelalter" fügt er hinzu und bestätigt, dass er sich ziemlich sicher ist, dass der Bruchmeister eine Freundin haben darf. Ich grinse zustimmend in mich hinein und möchte Herrn Abramowski, den ich seit fünf Minuten kenne, nicht mit solch intimen Fragen erschrecken. Hannovers Bauch Andreas Loeffl schaut uns prüfend an. "Klappt doch". Wir sollen noch einmal Slalom fahren, ihm gerade entgegen und dann plötzlich bremsen. Prüfungen bestanden - die Tour kann losgehen. "Innerhalb der ersten Sekunden auf dem Segway hätte ich niemals gedacht, dass ich das Fahren doch so schnell lernen kann" gestehe ich dem Vermieter der tollen Geräte mit einem Glanz in den Augen. Nun ist sogar Multitasking möglich. Ich nehme meine Umgebung war, während ich auf einem Zweirad stehe: Die Marktkirche und das alte Rathaus wird von meinen Augen gemustert und für schön empfunden. "Bis jetzt habe ich - außer meiner eigenen Frau - noch jeden auf diesen Roller bekommen" bestätigt Andreas freudig, während die Tour auf den Rollern weiter geht: Vorbei am Leibnizhaus und Holzmarktbrunnen. Dann düse ich immer selbstsicherer zum Beginenturm zur Leine „Am Hohen Ufer" und weiter zum Leineschloss, dem heutigen Niedersächsischen Landtag. „Die Markthalle gefällt mir als leidenschaftlicher Koch besonders gut" räumt Pierre ein, als wir diese passieren. „Na dann hast Du den Bauch Hannover schon kennen gelernt" erwidert Andreas grinsend.
Blaue Finger und grüne Fleckchen Langsam spüre ich, dass mir immer kälter wird. Meine Hände haben eine bläuliche Farbe erhalten. Wer eine Tour-Fahrt mit einem Segway bucht, sollte daran denken, dass diese circa vier Stunden lang dauern kann. Die Bewegungen auf dem Zweirad sind relativ Tatort Kulisse „Wie gut, dass ich nun schon einigermaßen mit dem Ding fahren kann" denke ich mir bei dem dichten Gedrängel mitten in der Fußgängerzone. Leute umfahren möchte ich nämlich wirklich nicht. Auf dem Weg zur Kröpcke-Uhr ist viel los auf Hannovers Straßen. „Das ist die Stelle für Treffpunkte aller Art" sagt uns der Bruchmeister am Ziel und zeigt nach oben zu den Zeigern der dunkelgrünen Statue. „Hier trifft man sich zum Schorsenbummel" fügt der schwarz gekleidete Herr mit Hut hinzu. „Das ist das Herz der Stadt" ergänzt Andreas und verteilt ein paar seiner Flyer, denn zahlreiche neugierige Menschen fragen uns, wo man sich die Segways ausleihen kann. „Wenn der Tatort aus Hannover kommt, dann achtet mal auf das Polizeipräsidium" sagt der Bruchmeister später mit Zeigefinger nach oben auf den dreizehnten Stock eines Edelstahl-Gebäudes. „Da sitzt dann Frau Furtwängler drin" so seine ergänzenden Worte. Favorit gefunden Die nächsten Ziele sind die Leibniz-Universität und der Georgengarten. Von dort aus fahren wir durch die Calenberger Neustadt zur Waterloo-Säule. Wir sehen dann die AWD-Arena, das ehemalige Niedersachsenstadion und die Heimstatt von Hannover96. „Hey, der Maschsee ist bis jetzt mein Favorit der Tour!" gebe ich meinen Mitfahrern begeistert zu verstehen. Mediterran und freundlich lockt das künstlich angelegte Stückchen Urlaub - jetzt fehlt nur noch Sonne und Wärme. Zuletzt halten wir am neuen Rathaus, welches von kleinen Flüssen und gepflegten Grünanlagen umgeben ist. Das bekannteste Wahrzeichen Hannovers wurde auf 6026 Buchenpfählen gegründet, welche das Absacken des Gebäudes auf dem sumpfigen Gelände der Leine-Masch verhindern sollten. Am 20. Juni 1913 wurde die Sehenswürdigkeit auf dem „Trammplatz Zwei" nach zwölfjähriger Bauzeit festlich eingeweiht. Aufwärmen und stärken Durchgefroren aber glücklich geben wir Andreas Loeffl die Segways zurück. Nun freue ich mich aufs ausgiebige Aufwärmen. Zuerst Doch bevor es zum Dinner geht, muss trotz der Kälte ein kurzer Spatziergang im Tiergarten her. Das Queens Hotel bietet im Stadtteil Kirchrode eine hervorragende Lage - wer hier nächtigt, der kann jeden Morgen mit Wildtieren um die Wette joggen. „Schön, dass wir im 21. Jahrhundert auch als Fußvolk Zugang zu den frei lebenden Tieren haben" scherze ich beim Betrachten der Rothirsche. Immerhin wurde dieses Vorrecht gegen Ende des 17. Jahrhunderts nur der Steak schmeckt besser als Tofu „Mausi, der Spatziergang hat mich noch hungriger gemacht" mit diesen Worten ziehe ich meinen Süßen plötzlich hinter mir her. Im Queens Hotel weiß man damit umzugehen. „Wie wären Tortellinis? In unserem Hause sind diese selbst gemacht!" Der smarte junge Kellner überzeugt uns und wir wählen diese als Vorspeise. Nachdem ich die Tiere im Wildpark gesehen habe, möchte ich aus Liebe zu den Geschöpfen etwas Vegetarisches essen. „Wirklich Tofu?" fragt der junge Mann grinsend und leicht erstaunt zugleich. „Unser Steak schmeckt noch viel besser." Am Folgetag wähle ich das „Lady Cut" Filetsteak mit gerösteten Zwiebeln sowie einer Offenkartoffel und bin von der Zartheit des Fleisches begeistert. „Ja, Sie hatten Recht" gestehe ich dem Azubi kleinlaut. „Schön, dass die jungen Kellner hier mit so viel Leidenschaft tätig sind" bestätigt mein Gatte beim nächsten Schluck Dornfelder, nachdem wir auf eine weitere schöne Zeit in Hannover angestoßen haben.
Kinderparadies „Schau mal, außer uns sind hier nur Familien mit Kindern unterwegs" sage ich staunend zu meinem Liebsten, als wir an der Kasse Der Kampf um Sitzplätze im Nudelhaus Hunger kommt auf. Meine vorherige Befürchtung, dass es im „Erlebnis Zoo" nur Würstchen und Pommes gibt, ist unbegründet. Ob asiatisch, bürgerlich, Kaffee und Kuchen oder typisch niedersächsisch, die Auswahl ist groß. Wir entscheiden uns für das urgemütliche Nudel- und Pfannekuchenhäuschen. Ups. Hier stehen die Gäste ein wenig genervt in einer Schlange, um auf Sitzplätze zu warten. Wir wählen beide Pfannekuchen und haben ein bisschen Mitleid mit der Dame, die täglich acht Stunden am Tag auf den Beinen steht, um immer wieder den gleichen Teig für unzählige hungrige Menschen zu drehen.
Vermehrungskünstler
SAT 1 Bericht über unsere Segway Fahrt mit Andreas Loeffl und dem Bruchmeister:
Kontaktadressen: Queens Hotel Hannover Internet:
Internet:
Segway Rent & Event Inh. Andreas Loeffl Lister Kirchweg 106 A 30177 Hannover Telefon: (0171) 9873030 Internet:
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Autorin: Elischeba Wilde
weißer Eckbadewanne und Dachgeschoss Behaglichkeit bietet. Dass wir jedoch ein bisschen zu viel Gepäck mitgenommen haben, das spüren wir, als wir aufgrund nicht vorhandenen Aufzugs die Treppen benutzen müssen. Sport ist hilfreich, wenn man bedenkt, welch gute Küche das benachbarte Restaurant "La Vivezza" bietet. Fischwoche über Ostern, gemütliches Ambiente und freundliches Personal. Als Delphin-Schützerin wähle ich Forelle mit Petersilienkartoffeln und Wurzelgemüse - besonders die Beilagen schmecken erstaunlich aromatisch. Das Naturschutzgebiet, welches sich unmittelbar vor unserem "Hotel Viva Creativo" befindet, macht Lust auf einen Spaziergang im Abendlicht.


Du mit Deinem Körpergefühl. Stell Dich einfach drauf, beuge Dich leicht nach vorne und fahre mir entgegen". "Waaahhh" schreie ich laut, als ich Hilfe suchend seinen Arm greife, um zu stoppen. "Bremsen kannst Du, wenn Du Dein Gewicht nun ein bisschen nach hinten verlagerst". Stimmt. Das klappt sogar. Nach ein paar Minuten habe ich Feuer gefangen. Der Tourguide übt währenddessen mit meinem Schatz.

gering - außerdem bleiben die Urlauber zwischendurch immer wieder stehen, um den spannenden Erklärungen vom Bruchmeister zu lauschen. Mich beeindrucken die vielen schönen Brücken und Flüsse sowie die Waldlandschaft, welche großzügig in die Stadt Hannover eingebettet sind. Gehobenes Stadtfeeling und grüne Fleckchen - hier wird beides geboten. Nach der Aegidyenkirche folgt der nächste Stopp am Opernhaus. „Mozarts Hochzeit des Figaros war die erste Aufführung hier im September 1852." Mit diesen Worten macht uns Thorald Abramowski ein Stückchen schlauer.
wünsche ich mir ein leckeres Dinner im noblen Queens Hotel und anschließend ein warmes Bad in unserer Suite im Hotel Viva Creativo. Neben einer Wärmeflasche in einer knuffigen Stofftasche mit Bäremkopf hat man uns nämlich liebevoll "love letter" Badesalz mit Wildrose und ätherischen Ylang-Ylang Öl im Hotel Viva Creativo bereitgelegt.
Hochherrschaft vorbehalten. „Och wie süß" schreie ich begeistert, als ich die Babys von Mama Wildschwein entdecke. „Oh die laufen alle auf uns zu" ruft mein Mann hinterher, während wir das fröhliche Treiben der Jungtiere beobachten. Für eine nette Portion Musik ist dank der zahlreichen Singvögel ebenfalls gesorgt.

vom „Erlebnis Zoo Hannover" stehen. Uns erwarten circa 2.000 Tiere auf gut vier Kilometer Rundweg durch sechs verschiedene Zoowelten. „23 Euro Eintritt pro Erwachsener, bitte." Dann geht es los. Wir gehen an wunderschönen Flamingos vorbei, welche wir später an einem der vielen Shops als Stofftierchen sehen. „Guck mal, Elischeba, wäre die nicht etwas für Celine?" Auch ich musste bei dem Anblick sofort an unsere geliebte achtjährige Nichte denken, deren Lieblingsfarbe rosa ist. Bevor wir das Geschenk erwerben, schauen wir uns die anderen vielen Plüsch-Vögelarten an, welche wir
gerade noch live gesehen haben. Als ich die zahlreichen Bote sehe, da wird das Kind in mir geweckt. Also stellen wir uns an der langen Schlange an und warten. „Einsteigen bitte." Es geht vorbei an Nilpferden, Wasserfällen und Giraffen. Wäre da nicht diese nervende Kälte, dann würde ich glatt denken, dass ich in den Tropen wäre. Wie das funktioniert, dass die kleinen Boote ohne Fahrer von alleine die gleiche Richtung fahren und wieder zurück, das brauche ich als Blondine nicht zu verstehen. „Guck mal da, Mausi, eine Kamera!" Auch diese wird nicht von einem Menschen bedient, sondern schwebt zwischen Palmen irgendwie in der Luft und verewigt automatisch jedes vorbei fahrende Boot. Wir wählen die günstigere Internet-Variante und erwerben ein Erinnerungsbild zum Download.










Kommentare
Ich würde einen Artikel ganz anders schreiben, aber trotzdem lese ich gern bei Ihnen.
Dieses "Creativo Hotel" scheint sehr schön zu sein. Mich wundert es allerdings, dass Sie so von einem Restaurant schwärmen, welches zu einem Hotel gehört. In reinen Hotel Restaurants hat es mir häufig nicht so geschmeckt.
Liebe Grüße von Heike Röser
Zu schade nur für eine Internetseite (auch wegen den erstklassigen Fotos, ist alles mit so viel Liebe gemacht).
Hoffentlich wird er wenigstens viel gelesen.
Markus von XING wünscht einen schönen Frühling!