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Jun 20 2010

New York City, Ausflüge, Tipps, Hinweise

Zeitpunkt der Reise: 9. bis 16. Juni 2010
Unterkunft: Privat, bei Freunden in New Jersey
Autorin: Elischeba Wilde
Fotografen: Elischeba Wilde (15 Fotos), Pierre Wilde (2 Fotos), Meilin Rohrer (1 Foto) Janusz Schnura (2 Fotos) und Remi Cassini (5 Fotos)

Wie wäre ein Trip in eine Stadt, die niemals schläft? New York bietet Sehenswürdigkeiten und Attraktionen für jeden Geschmack: Grüne Ecken, Museen, Theater, internationale Restaurants, Nachtleben und avantgardistische Gebäude. Gewaltige Hochhäuser, die jede Ecke Deutschlands unscheinbar und klein erscheinen lassen. 

ausblick
New York ist die Stadt der Gegensätze – das trifft auch auf die Shoppingmöglichkeiten zu: Es gibt alles im Superlativ. Exklusiv, extravagant und ausgefallen. Andererseits wird auch viel Ramsch geboten. Betuchte und Schnäppchenjäger kommen beide auf ihre Kosten. Man kann richtig teuer, aber auch total billig einkaufen gehen.

Fast Food für wenig Geld gibt es an nahezu jeder Ecke zu erwerben. Hot Dogs sind besonders beliebt und werden am Straßenrand für circa 2,50 Dollar angeboten. Andererseits boomen ökologische Einkaufszentren, Vitamin-Drinks, Mineralstofftabletten und Bio-Restaurants.

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Big Apple bietet zahlreiche religiöse Gemeinschaften und internationale Einwohner. Ob Homosexuelle, Künstler, Welt-Stars, Multimillionäre oder Politiker – hier sind sie alle versammelt.

Gibt es in New York etwas, was es nicht gibt? Irgendwelche Defizite? Ich habe nichts dergleichen entdeckt. In schönen Natur-Parks wird sogar Erholung und Ruhe geboten. Mitten drin – in der Metropolregion. Wer hätte das gedacht?

brooklynausblick

Nach meiner einwöchigen Tour möchte ich Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg geben:

1. Stadtrundfahrten mit dem Doppeldeckerbus

Wir entscheiden uns für eine bequeme Art, New York zu entdecken: Für 54 Dollar pro Kopf können wir drei verschiedene Fahrten von jeweils circa zwei Stunden Länge antreten: Downtown, Brooklyn und eine Nacht-Tour. Toll: Unser Ticket ist zwei volle Tage gültig.

Lieber im Bus sitzen bleiben

Aber Vorsicht: Zwischendurch aussteigen und mit dem nächsten Bus weiter fahren klappt bei den Tagesfahrten häufig nur in der Theorie. Vor dem Woolworth Building steigen wir aus, sehen uns ein bisschen um und fügen uns in die Warteschlange ein, die auf den nächsten Bus wartet.

Problem: Die Länge der anstehenden Menschenkette geht irgendwann über eine halbe Straße. Zwar kommen Busse vorbei, aber die sind brechend voll mit Gästen, die gerne sitzen bleiben möchten. Eine gute Entscheidung! Die meisten Urlauber der Warteschlange winken nach einer knappen Stunde verärgert ein Taxi herbei. Schade ums verschenkte Geld. Auch wir entscheiden uns dafür, mit der U-Bahn (Subway) zum Ausgangspunkt zurück zu fahren.

 busfahrtmitmausi      taxenundbus

Ein Muss: Die Nachtfahrt

Von dort aus starten wir die Nachtfahrt – diese Tour dürfen wir mit unserem Ticket, das wir die gesamten 48 Stunden gut aufbewahren, ebenfalls mit machen. Wow – das ist ein komplett anderes Feeling, als die Weltstadt an der Ostküste tagsüber zu erkunden. Die Luft, das Flair, die Beleuchtung der Laternen und die vielen bunten Lampen. Unser momentaner weiblicher Guide trägt zwar in einer milden Sommernacht eine dicke Wollmütze und Sonnenbrille, aber sie hat eine äußerst angenehme Stimme und ist gut zu verstehen. Dann folgt das Erlebnis schlechthin: Gigantisch ist die Fahrt über die Manhattan Bridge. Wow! Ich fühle mich wie auf einer riesigen Kirmes im „Fantasy Land.“

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Nachts sieht alles irgendwie noch faszinierender aus: Times Square, Empire State Building, Greenwich Village, SoHo, Chinatown and Little Italy. Atemberaubend ist die Skyline von Manhattan.

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2. Peninsula Roof Top Bar

In New Jersey nächtigen wir bei Misses Schweiz, die nach Amerika ausgewandert ist und im Rahmen der Misses World Wahl in Vietnam im November 2009 meine tolle Zimmerpartnerin war. Für den heutigen Abend hat die Schönheitskönigin einen Insider-Tipp für uns. „Lasst uns zusammen in die Peninsula Roof Top Bar gehen“, schlägt sie begeistert vor.

Der Ausblick auf die Stadt sei faszinierend – wir würden auf großen weichen Kissen sitzen und das Nachtleben genießen können. Alles wäre sehr stilvoll und edel gemacht. Gut, wir kommen mit.

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„Über 20 Dollar für einen Cocktail?“, frage ich meinen Schatz erstaunt beim Blick in die Karte. Das Flair der Peninsula Roof Top Bar entschädigt für den Preis. Von jeder Ecke aus raubt uns die Sicht ins unendliche Big-Apple-Feeling kurz den Atem.

Dann schaue ich mich in der gepflegten Bar mit weißen Tüchern und bunten Kissen um. Hier sind momentan nur amerikanische Gäste zugegen, die äußerst elegant gekleidet sind. Viele Damen tragen Abendkleider und elegante Hochsteckfrisuren. New Yorker achten allgemein sehr auf ihr Aussehen.

Das Licht verändert sich, die Sonne geht unter. WOW! Die Nacht bringt die Glitzerwelt New Yorks zum Vorschein. Ist das schön hier!

3. Shoppen im „Century 21“

„New York’s Best Kept Secret“ lautet der Werbespruch des New Yorker Einkaufsparadieses „Century 21″.

Von unserer lieben Freundin Meilin Roher bekommen wir den „Geheim-Tipp.“ Direkt neben „Ground Zero“ liegt das Einkaufszentrum, welches sich auf mehreren Etagen befindet. „22 Cortland Street“ schreibt die Wahl-Amerikanerin uns auf den Zettel und wünscht uns viel Spaß beim Shoppen.

„So voll wie es hier ist, war das mal ein Geheimtipp“, scherze ich beim Eintreten zu meinem Mann. Wir schlagen uns vom Erdgeschoss nach oben hin durch und beginnen in der Herren-Abteilung. Ralph Lauren, Calvin Klein, Boss – hier gibt es alles erstaunlich günstig und wir langen richten zu. Weiter geht’s – zwei Etagen höher – zum Frauen-Paradies.

Meine Kleidergröße 36/38 ist häufig vorhanden – das ist schon mal gut. Mein Liebster entdeckt eine Marke, die ich vorher noch gar nicht kannte. Nämlich „Save the Queen“. „Mausi, das musst Du mal anprobieren….ach ja und das schöne Kleid hier auch noch.“ Nacheinander trage ich ihm die Teile vor und verliebe mich in die bunten und ausgefallenen Stoffe und Schnitte. Gut, alles muss mit nach Deutschland.

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Wir stehen eine Viertelstunde an der Kasse – Century 21 wird von vielen als gut befunden und dementsprechend lang sind die Wartezeiten. Der Preis-Schock kommt dann kurz vor dem Hervorholen der Kreditkarte. „In Deutschland kaufe ich dann die nächste Zeit weniger ein“, denke ich in mich hinein. „So tolle Sachen wie hier gibt es bei uns eh nicht.“ Erholsames Einkaufen ist zwar doch etwas anders, aber wir schauen in unsere großen Tüten und sind glücklich über unsere Eroberungen.

Circa zehn Gehminuten vom „Century 21“ entfernt befindet sich „Ground Zero“ zur Erinnerung an die Opfer des Anschlages vom 11. September 2001. Wir beobachten Menschen, die Blumen bringen und empfinden es als unheimlich, an dem Platz zu stehen, wo das Attentat auf das World Trade Center stattfand.

4. Rockefeller Center

Es ist eine Stadt in einer Stadt. Von der 5th Avenue bis zur 7th Avenue und von der 47th bis zur 51st Street lockt das spektakuläre Rockefeller Center.

Multimillionär John D. Rockefeller wollte der Menschheit etwas Gutes tun. Das ist ihm gelungen: Um 1930 herum baute der Idealist eine große Vergnügungsfläche und schuf damit Arbeitsplätze und Erholungsorte mit großem Spaßfaktor.

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Wir laufen herum und ich verliere ein bisschen die Orientierung: „Sind wir jetzt noch im Rockefeller Center oder nicht?“ Mein Schatz checkt die Lage und bejaht mir dies, während wir auf ein pompöses Theater zulaufen. Hier gibt es unzählige Cafés und tolle Unterhaltungsmöglichkeiten. Mir gefällt der Platz mit den Flaggen aus allen Ländern – der internationale Flair begeistert mich.

Ich schaue weiter nach oben und staune. Das General Electric Building ist mit 259 Metern Höhe und 70 Stockwerken der zehnthöchste Wolkenkratzer in New York City und zählt zu den bekanntesten Hochhäusern des Rockefeller Centers.

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5. Central Park

Die grüne Oase ist ein riesiger Stadtpark im Herzen Manhattans in New York City. 1859 wurde er als Landschaftspark eingerichtet und knapp 15 Jahre später fertig gestellt. Heute erstreckt sich der Central Park auf einer Länge von mehr als vier Kilometer.

Der Kontrast zwischen der Wald-Landschaft, den Flüssen, den grünen Wiesen und den weißen Wolkenkratzern im Hintergrund hat etwas Magisches. Ich träume für einen Moment davon, wie es wäre, wenn ich in einem Appartement eines dieser Wolkenkraters leben würde, dessen Dachterrasse einen Blick auf diese tolle Fläche Grün bieten würde.

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Wie kam es denn überhaupt dazu, dass so ein riesiger Park mitten in New York City erbaut wurde? Andrew Jackson Downing reagierte auf den Wunsch der Bevölkerung nach einem Erholungsgebiet, da es im damaligen New York kaum Freizeit- und Sportmöglichkeiten wie reiten, rudern, Baseball oder Kricket spielen gab.

Außerdem sollte es Spielplätze für die Kinder geben und man wollte ihnen die Möglichkeit schaffen, trotz Großstadtleben mit Bäumen, Gras und Seen aufzuwachsen. Sogar ein Kunst- und ein Naturkundemuseum sind hier zu finden.

Vor dem Park gibt es tolle Attraktionen für Touristen. Wir entscheiden uns für ein Foto mit einer New Yorkerin, die von Kopf bis Fuss in silberne Farbe getaucht ist und sich als Freiheitsstatue verkleidet hat.

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Gekonnt zeigt die Bodypainting-Fachfrau uns, wie wir uns fürs perfekte Bild mit ihr und der Landesflagge platzieren können. Zehn Dollar kostet der Spaß. Völlig in Ordnung, finde ich. Den ganzen Tag bei 30 Grad mit dickflüssiger Farbe angemalt auf den Beinen zu stehen, ist schließlich anstrengend.

6. Statue of Liberty – kostenlose Fähre zum Symbol der Freiheit

Die Freiheitsstatue ist das Symbol für Freiheit, Glück und Erfolg. Im Juni 1885 traf „Miss Liberty“ in 200 Kisten verpackt in New York ein. Es handelt sich um ein Geschenk der Franzosen, die ihre Begeisterung und ihren Dank für die Vollendung der französischen Revolution ausdrücken wollten.

Mit einem Fuß steht die 46 Meter hohe Statue auf zerbrochenen Ketten, welche die Sklaverei symbolisieren. Lady Liberty hält in ihrer linken Hand eine Tafel mit der Inschrift „JULY IV MDCCLXXVI“ (4. Juli 1776), dem Datum der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Die sieben Strahlen der Krone symbolisieren die sieben Meere und Kontinente.

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Wer „Miss Liberty“ nicht gesehen hat, der war nicht wirklich in New York. Von Amerikanern vor Ort erhalten wir einen guten Tipp: Wartezeit und die Kosten für die Fähre nach Ellis Eiland lassen sich sparen, wenn man mit der Staten Island Ferry kostenlos in den New Yorker Stadteil Staten Island übersetzt.

Wir warten gerade mal knapp zehn Minuten, steigen auf die Fähre und haben im Außenbereich einen schönen Sonnen-Platz. Eine halbe Stunde dauert die Tour. Da ist sie! Alle Gäste packen ihre Kameras heraus, als wir die Statue frontal zu sehen bekommen. Zudem wird uns noch ein atemberaubendes Panorama von Manhattans Skyline geboten.

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7. Times-Square

Die Neon-Nacht erscheint hell. Ich bin total reizüberflutet und begeistert zugleich. Wo soll ich zuerst hinschauen? Rechts, links, oben, unten – überall passiert etwas. Es glitzert, es funkelt, gelbe Taxen fahren, Reklame-Filme locken von riesigen Leinwänden und alles um mich herum passiert schnell.

Wir befinden uns an der Kreuzung Broadway und Seventh Avenue. Der Platz, der niemals schläft, ist nach der Zeitung New York Times benannt. Seine weltberühmten Straßen erstrecken sich von West 42nd Street bis West 47th Street. Hier gibt es alles: Etwa 40 Theatern, zahlreiche Cafés, Fast-Food-Ketten, Souvenir-Shops, Nobelrestaurants, Multiplex-Kinos, Film Studios, Vogue und sämtliche Einkaufsmöglichkeiten. Puh – ich bin beeindruckt.

Am Ende der Woche stelle ich fest, dass man zwei Wochen einplanen sollte, um den Großteil dessen zu sehen, was New York City und die Umgebung bietet. Ein Stückchen Amerika haben wir trotzdem mit nach Hause genommen: Eine circa 40 Zentimeter große Freiheitsstatue und viele schöne Urlaubs-Bilder.

 watchtower      parisinny

 

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